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Willkommen im Klinikum Niederlausitz

Die Klinikum Niederlausitz GmbH ist ein kommunaler Gesundheitsdienstleister mit 504 stationären Betten und 72 tagesklinischen Behandlungsplätzen in 14 Kliniken und 3 Instituten. Als größtes Krankenhaus der Regelversorgung in Südbrandenburg sichern ca. 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die kompetente Versorgung von jährlich ca. 22.000 stationären und 32.000 ambulanten Patienten. Das Klinikum Niederlausitz ist Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB). An den Klinikstandorten Senftenberg und Lauchhammer bieten wir ein breites Leistungsspektrum. Mit modernster Medizintechnik, Fachkompetenz, aktuellem Wissen und persönlicher Motivation sind wir für Sie da.

 

 

Unsere Werte und unser Selbstverständnis sind im Leitbild der Klinikum Niederlausitz GmbH definiert.

 

Aktuelles
31.03. 2020

Klinikum Niederlausitz plant bis zu 40 Beatmungsplätze

DIY-VisiereIn der Kinderklinik und im Zentrum für Psychosoziale Gesundheit fertigen Ergotherapeuten dringend benötigte Schutzmasken für ihre Kollegen. (Bild: 1/3)
Senftenberg. Mit viel Engagement haben die Mitarbeiter der Klinikum Niederlausitz GmbH Abläufe und Kapazitäten der Krankenhäuser in Senftenberg und Lauchhammer innerhalb kürzester Zeit auf die zu erwartenden Covid-19-Patienten ausgerichtet. Das Klinikum Niederlausitz steht für die Versorgung im Landkreis parat.

„Die Coronavirus-Pandemie ändert unseren Fokus: Wir müssen vom Sanierungsmodus in den Krisenmodus umschalten. Unsere zurzeit wichtigsten Handlungsfelder sind die Schaffung von mehr Beatmungsplätzen und eine an den Anforderungen orientierte personelle Ausstattung der Notaufnahmen und der Intensivstation. Alle im Haus ziehen dafür an einem Strang: Wir konnten innerhalb weniger Tage unsere Beatmungsplätze von sechs auf 13 ausbauen, weitere sind geplant“, gewährt Tobias Vaasen, Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH, einen Einblick in die Prozesse, die nun das Klinik-Geschehen bestimmen.

Ziel: 40 Beatmungsplätze in Senftenberg
Durch die aktuelle Schwerpunksetzung auf die Akut- und Notfallversorgung wurden Betten- und Personalkapazitäten geschaffen, um Covid-Patienten stationär und auch intensivmedizinisch nach allen Regeln der ärztlichen Kunst versorgen zu können. „Unser mit dem Landkreis verabredetes Ziel ist es, zeitnah insgesamt 40 Beatmungsplätze zu schaffen. Wir sind im Moment mit Hochdruck dabei, Personal von anderen Abteilungen an Beatmungsplätzen einzuweisen und die notwendige Technik zu beschaffen. Mit Umzügen von Fachbereichen schaffen wir eine Infrastruktur, die zu jeder Lage für unsere Mitarbeiter und Patienten maximale Sicherheit gewährleisten soll“, beschreibt Prof. Dr. Christian Wallwiener, Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH, die aktuelle Situation. So wurde die Station 27 komplett auf die Versorgung von Corona-Patienten umgestellt. Das Gefäßzentrum Niederlausitz ist kurzerhand vorrübergehend vom Standort Senftenberg an den Standort Lauchhammer gezogen, die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand und Plastische Chirurgie ist mit der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie zusammengezogen. Damit stehen auch die Stationen 25 und 28 für eine Nutzung in der aktuellen Situation bereit.

Viele helfende Hände im Klinikum
Doch es sind nicht nur die großen, sondern auch viele kleine Maßnahmen, die in ihrer Gesamtheit das eine Ziel verfolgen: Die Infektionszahlen verringern und infizierte Patienten mit schweren Verläufen optimal versorgen. So werden Gesichtsschutzvisiere, die auf dem Markt aktuell Mangelware sind, nun von Ergotherapeuten des Zentrums für Psychosoziale Gesundheit und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin aus Laminierfolie und Plexiglas hergestellt. Für Angehörige, die ihre Verwandten aktuell aufgrund des verhängten Besucherstopps nicht im Klinikum Niederlausitz besuchen können, hat der Angehörigenbetreuungsdienst von Montag bis Freitag zwischen 7:30 und 11:30 Uhr unter der Telefonnummer (03573) 75 3899 eine Hotline geschaltet. Dass jetzt jede helfende Hand zählt, wissen auch Medizinstudierende der Medizinischen Hochschule Brandburg (MHB), die im Klinikum ihre Praxisphasen absolvieren. Sie unterstützen ebenso wie Lehrer der CampusSchule, die sonst Gesundheitsberufe am FamilienCampus LAUSITZ unterrichten, vor Ort im Klinikum. Wöchentlich stattfindende Lagebesprechungen, standortübergreifende Videokonferenzen und ein interner Corona-Ticker, der nahezu täglich aktualisiert wird, gewährleisten einen permanenten Informationsfluss im Haus. Das Tragen von Schutzmasken in allen Bereichen des Klinikums ist nun Pflicht.
„Die aufgrund der Corona-Pandemie notwendigen und zum Teil gravierenden Veränderungen bei uns im Klinikum setzen unsere Mitarbeiter nahezu geräuschlos um: Dienstpläne werden neu erarbeitet, die Einsatzgebiete verändern sich, wir stehen angesichts der aktuellen Materialknappheit vor bislang ungekannten Herausforderungen und bewältigen sie gemeinsam - Anerkennung und Respekt hierfür an alle Beteiligten“, zeigt sich Prof. Wallwiener beeindruckt von der Tatkraft der Klinikums-Mitarbeiter.

Akut- und Notfallversorgung gesichert
„Notfälle beschränken sich natürlich nicht auf Corona-Patienten: Die Versorgung von Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder zum Beispiel Traumapatienten sowie die Behandlung akuter Erkrankungen ist an beiden Standorten nach wie vor sichergestellt“, unterstreicht Tobias Vaasen.
Die Notaufnahme am Standort Lauchhammer versorgt wie gewohnt akute Verletzungen, unklare Bauchschmerzen, urologische, gynäkologische Patienten und Kinder. Für Notfälle mit zusätzlichem Verdacht oder Bestätigung einer Corona-Infektion ist die Notaufnahme in Senftenberg zuständig. Damit soll der Klinikstandort Lauchhammer von Covid-19-Patienten weitestgehend freigehalten werden.
Ambulante Tests auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 werden nach vorheriger Anmeldung über den Hausarzt oder das Gesundheitsamt in einer zu diesem Zweck eingerichteten Außenstelle des Klinikums Niederlausitz in der der Calauer Str. 3 in Senftenberg durchgeführt. Damit soll verhindert werden, dass die Notaufnahme durch ein vermehrtes Aufkommen von Patienten, die Sorge haben, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, übermäßig belastet wird.

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