A A A
 
 
 
 
30.06. 2020

Wenn das „Müssen“ zum Problem wird

Klinikum Niederlausitz baut Beratung, Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz-Patienten aus

Wo ist die nächste Toilette? Wer an Inkontinenz leidet, hat diese Frage ständig im Kopf. Der Internationale Inkontinenztag am 30. Juni rückt das Thema in den Fokus. Die Erkrankung betrifft auch viele Menschen in Südbrandenburg. Sie finden künftig in der Klinik für Urologie am Krankenhausstandort Lauchhammer der Klinikum Niederlausitz GmbH noch mehr Rat und Hilfe. „Inkontinenz betrifft nur nicht nur Frauen. Es gibt auch viele männliche Patienten, die eine kompetente Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlungen benötigen“, erklärt Dr. med. Laura Hoppe. Die Fachärztin für Urologie leitet seit Anfang dieses Jahres die Klinik für Urologie in Lauchhammer. Unter der Regie der Chefärztin und in Kooperation mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe wird die Behandlung von Inkontinenz-Patienten hier künftig als weiterer Schwerpunkt etabliert. Ab Herbst sollen in der Klinik für Urologie regelmäßige Inkontinenzsprechstunden stattfinden. „Inkontinenz ist keine Frage des Alters. Bei vielen Patienten ist die Lebensqualität im Alltag beeinträchtigt und in manchen Fällen droht sogar soziale Isolation“, weiß die Medizinerin und betont: Wer sich in kompetente Behandlung begibt, kann meist eine spürbare Verbesserung erwarten – und erhält ein großes Stück Lebensqualität zurück. Häufig fällt es den Betroffenen nicht leicht, sich mit dieser Erkrankung auseinanderzusetzen. Nicht so für Dr. Hoppe: Die erfahrene Urologin rät dringend davon ab, aus Scham den Weg zum Arzt zu meiden: „Für meine Kollegen und mich sind Erkrankungen des Beckenbodens oder der Blase tägliche Routine, wir finden daran nichts Ungewöhnliches.“ Wie Männer und Frauen generell eine Inkontinenz im Alltag bewältigen können, lässt sie sich nicht entlocken: „Inkontinenz ist ein komplexes Krankheitsbild und hat unterschiedliche Ursachen. Es gibt nicht den einen Ratschlag, der für alle gilt – Genetik, Anatomie, Alter und Begleiterkrankungen spielen hier eine Rolle. Nur ein individuelles Patientengespräch gibt Aufschluss darüber, welche Tipps und Hilfsmittel sich am besten eignen und welche Therapien in Frage kommen.“

Urologie breit aufgestellt

Dr. Laura Hoppe verfügt nicht nur über umfangreiches Wissen rund um das Thema Inkontinenz. Die 47-Jährige ist Expertin für plastisch-rekonstruktive Urologie. Zudem ist die Fachärztin auf Medikamentöse Tumortherapie sowie Palliativmedizin spezialisiert und bringt viel Erfahrung in der Kinderurologie mit. Nach rund sechs Monaten am Klinikum Niederlausitz sei sie angekommen, sagt Dr. Laura Hoppe: „Das Team der Klinik für Urologie in Lauchhammer ist fachlich gut aufgestellt und wird personell sukzessive weiter verstärkt. Hier arbeiten viele Menschen mit Lebenserfahrung seit Jahren zusammen, es gibt wenig Fluktuation. Unsere Patienten wissen diese vertraute Atmosphäre sehr zu schätzen.“ Dr. Hoppe will in Lauchhammer neben der Inkontinenzbehandlung auch die urologische Behandlung von Kleinkindern und die Rekonstruktive Urologie ausbauen. Eingriffe wie Tumorchirurgie und Schlüssellochchirurgie gehören zum bewährten Leistungsspektrum der Klinik.
 
 

Bilder

InkontinenzsprechstundeDr. Laura Hoppe (r.) und ihre Kollegen bieten ab Herbst Inkontinenzsprechstunden in der Klinik für Urologie in Lauchhammer an.

Kontakt

Anja Paumen
Leiterin Unternehmenskommunikation

 

Kristin Dolk
Referentin Unternehmenskommunikation

Anne Herrmann
Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation


Kontakt

Telefon (03573) 75-1040
Telefax (03573) 75-1041
E-Mail:

Dienstsitz/Besucheradresse

Bahnhofstr. 53
01968 Senftenberg

Friedensstraße 18
01979 Lauchhammer