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11.04. 2020

„Alle leisten Unglaubliches“

Mit vollem Einsatz bereitet sich das Klinikum Niederlausitz auf die zu erwartenden Covid-19-Patienten vor und hat seine Kapazitäten von sechs auf bislang 20 Intensivbetten erweitert. Ein Kraftakt, der nur bewältigt werden kann, da über Berufe und Fachgebiete hinweg alle an einem Strang ziehen. Über die Situation der Pflegekräfte in dieser Zeit informiert Pflegedirektorin Denise Hausdorf. „Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, macht mich unglaublich stolz auf die Mitarbeiter im Pflege- und Funktionsdienst. Nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen wird der notwendige Einsatz, den wir jetzt zur Bewältigung der Pandemie leisten müssen, bei uns gelebt“, ist Denise Hausdorf tief beeindruckt. Die Pflegedirektorin ist für rund 470 Pflegekräfte zuständig, die die Patienten des Klinikums an den Standorten Senftenberg und Lauchhammer rund um die Uhr versorgen. Die Coronavirus-Pandemie stellt das gesamte Team vor völlig neue Herausforderungen: Dienstpläne müssen komplett überarbeitet werden, die Einsatzgebiete für manche Mitarbeiter ändern sich, Personal für die zusätzlichen Beatmungsplätze, die aktuell geschaffen werden, muss qualifiziert werden und vieles, vieles mehr. Die Pflegekräfte des Klinikums machen das alles möglich − „mit einer großen Welle der Bereitschaft und des Verständnisses für die Situation“, sagt Denise Hausdorf und betont die beispielhafte gegenseitige Unterstützung der Mitarbeiter, von denen einige sogar auf ihren geplanten Urlaub verzichten würden, um in der Krise zu helfen.

Solidarität unter den Mitarbeitern
„Alle leisten Unglaubliches“, betont die Pflegedirektorin, und ergänzt: „Nicht jeder Bereich ist gleichermaßen stark in die Vorbereitung auf einen Anstieg der Covid-Patienten involviert. Trotzdem nehme ich eine gegenseitige Unterstützung war, die ihresgleichen sucht. Es gab viele Angebote aus Bereichen, bei denen es jetzt aufgrund der Konzentration auf die Akut- und Notfallversorgung aktuell weniger angespannt ist, und deren Mitarbeiter signalisiert haben, dass sie zur Unterstützung zur Verfügung stehen. Es gibt auch Anspannung, da keiner weiß, was in den kommenden Wochen auf uns zukommt. Wir versuchen dem mit offenen Worten zu begegnen und die Belastungsgrenze immer im Auge zu behalten.“

Welle der Hilfsbereitschaft
Die Veränderungen, die die Mitarbeiter derzeit umsetzen, sind gewaltig: Unter anderem wurde die Station 27 komplett auf die
Versorgung von Corona-Patienten umgestellt, andere Klinik-Bereiche wurden kurzerhand an neue Standorte verlegt. Medizinstudierende der Medizinischen Hochschule Brandenburg unterstützen gemeinsam mit Lehrern der CampusSchule das Klinikum zum Beispiel im Sichtungszelt, in dem infektiöse von nicht-infektiösen Patienten separiert werden. Parallel werden Gesichtsschutzvisiere und Mundschutzmasken von Mitarbeitern gefertigt, um die vorhandenen Vorräte von professioneller Schutzausrüstung zu schonen und sorgsam einteilen zu können. „Ich bin wirklich beeindruckt, in einer Zeit mit Kontaktsperre so viel Nähe und Unterstützung zu spüren“, zeigt sich Denise Hausdorf tief bewegt.

Fürsorge trotz Kontaktsperre
Vor eine ganz besondere Herausforderung stellt die Pflegekräfte das aktuelle Besuchsverbot, welches auch über Ostern gilt. Ausgenommen sind lediglich Schwangere unter der Geburt sowie lebensbedrohlich Erkrankte. "Gerade in Zeiten der Krankheit Angehörige an den Feiertagen nicht besuchen zu können oder keinen Besuch zu empfangen, ist hart. Unsere Pflegekräfte versuchen das soweit möglich mit persönlicher Zuwendung und liebevoller Betreuung zu kompensieren“. Über ein eigens eingerichtetes Angehörigentelefon informieren Klinikumsmitarbeiter besorgte
Angehörige über den Gesundheitszustand ihrer Verwandten. Die Hotline ist von werktags zwischen 07:30 bis 11:30 Uhr unter der 03573 75 3899 geschaltet.
 
 

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