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13.12. 2019

Krankenhaus Lauchhammer baut bildgebende Diagnostik aus

Lauchhammer. Seit Mitte November 2019 sind am Krankenhausstandort Lauchhammer des Klinikums Niederlausitz dank eines neu angeschafften Computertomographen CT-Aufnahmen möglich. Stationäre und Notfall-Patienten in Lauchhammer müssen damit für die Computertomographie nicht mehr zum Krankenhausstandort Senftenberg gefahren werden. Nach der Anschaffung eines MRTs in Lauchhammer im Jahr 2017 verfügt die Radiologie am Standort damit über das volle Spektrum der bildgebenden Diagnostik.

„Mit dem CT-Gerät verbessern sich die diagnostischen Möglichkeiten in Lauchhammer deutlich: Gerade für die Darstellung von Knochen oder der Lunge benötigen wir ein CT, da diese Strukturen im MRT nicht gut dargestellt werden können. Bislang wurden Patienten aus Lauchhammer dafür mit dem Krankentransport nach Senftenberg gefahren. Das neue Gerät erspart unseren Patienten diesen Weg. Gleichzeitig haben unsere Mitarbeiter einen geringeren Organisationsaufwand und damit mehr Zeit für die Patienten“, fasst Dr. Hartmut Husstedt, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie und Ärztlicher Direktor der Klinikum Niederlausitz GmbH, die Vorteile der Computertomographie in Lauchhammer zusammen. Therapieentscheidungen auf Basis einer CT-Aufnahme können mit dieser Anschaffung direkt in Lauchhammer getroffen werden. Die hier behandelten Patienten erhalten so schneller Klarheit über ihre Erkrankung und können im besten Fall auch schneller wieder nach Hause.

Die beiden Geräte in Senftenberg und Lauchhammer sind baugleich, was eine kurze Einarbeitungszeit der Mitarbeiter und eine reibungslose Integration der CT-Diagnostik am Standort Lauchhammer ermöglichte. Die Bauphase für die Bereitstellung des CT-Raums und den Einbau des Gerätes nahm sechs Monate in Anspruch. Insgesamt beträgt die Investition für die Computertomographie in Lauchhammer rund 600.000 Euro.
„Wir freuen uns sehr, mit dem Gerät unser Leistungsspektrum in Lauchhammer weiter zu verbessern. Die Inbetriebnahme unterstreicht, dass die hohe Qualität der Patientenversorgung und dafür notwendige Investitionen auch während des Umbruchprozesses im Klinikum Niederlausitz vollumfänglich gewährleistet sind. Das Patientenwohl hat im Prozess der Neuausrichtung oberste Priorität“, äußert sich Uwe Böttcher, Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH, zur Erweiterung des diagnostischen Spektrums am Standort Lauchhammer.
Mit dem Einsatz einer weitere Diagnostikmethode wird das Potenzial der CT im Klinikum Niederlausitz voll ausgeschöpft, wie Dr. Husstedt erklärt: „Seit Anfang einem Monat nutzen wir die Computertomographie auch für sogenannte Kardio-CTs, um Herzkammern und Herzkranzgefäße darzustellen. Diese Aufnahmen werden zum Beispiel zur Voruntersuchung zur Kryoablation angefertigt. Diese Therapie des Vorhofflimmerns wird seit kurzem im Krankenhaus Senftenberg durchgeführt“.

CT, MRT – Das ist der Unterschied
Bei der Computertomographie und der Magnetresonanztomographie handelt es sich um zwei unterschiedliche Verfahren der diagnostischen Bildgebung in der Radiologie: Die CT erzeugt über Röntgenstrahlen Querschnittsbilder vom Körperinneren, die vom Computer zusammengefügt werden. Mit diesem Verfahren können innerhalb weniger Minuten auch bei unruhigen Patienten und selbst am schlagenden Herzen präzise Aufnahmen anfertigt werden. Die CT kommt daher auch häufig bei Notfällen zum Einsatz. Die CT wird auch bei Patienten eingesetzt, die aufgrund von Herzschrittmachern, Cochlea-Implantaten oder Metallsplittern im Körper nicht im MRT untersucht werden können.
Die Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt, kommt ohne jegliche Strahlenbelastung aus. Die Aufnahmen werden innerhalb von 15 bis 30 Minuten über ein Magnetfeld erzeugt. Aufgrund der Kraft des Magneten dürfen sich im und am Patienten während der Aufnahme keine metallischen Gegenstände befinden. Die MRT wird zum Beispiel zur Darstellung vom Gehirn, von Muskeln und Bändern, von Bauch- und Beckenorganen oder Blutgefäßen verwendet.
 
 

Bilder

KNL_CT-LHIm Krankenhaus Lauchhammer sind seit einigen Wochen auch CT-Untersuchungen möglich.

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