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08.10. 2013

Halt geben für Körper, Seele, Geist

Bindungsförderung für Familien – neues Konzept im Klinikum Niederlausitz

Seit Anfang des Jahres beschäftigt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Niederlausitz in Lauchhammer eine Beziehungstherapeutin. Nach einer umfassenden Einarbeitung und intensiven Aufbauarbeit des neuen Konzeptes profitieren nun bereits die ersten Familien von dem neuen Angebot und werden aktiv unterstützt.

Andrea Noack ist von Beruf Hebamme und verfügt über eine lange Berufserfahrung der ganzheitlichen Betreuung und Begleitung werdender und gewordener Eltern im klinischen Bereich wie auch freiberuflich. Nach Abschluss der Hebammenausbildung an der Martin-Luther-Universität Halle 1982 arbeitete sie lange Jahre im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, unter anderem auch als leitende Hebamme. In den Jahren von 2004 bis 2012 war sie freiberufliche Hebamme.

Als Beziehungstherapeutin im Klinikum Niederlausitz ist Andrea Noack nun fachübergreifend tätig, schwerpunktmäßig in der Geburtshilfe und Kinderklinik, darüber hinaus auch in Zusammenarbeit mit der psychiatrischen Abteilung, dem Jugendhilfezentrum Pro Kids und dem Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder. Zu ihren Aufgaben gehören die Bindungsförderung für Neugeborene und Frühgeborene, die Therapie von frühen Regulations- und Körperkontaktstörungen im Säuglingsalter sowie die Interaktionsarbeit bei psychisch kranken Müttern oder Eltern mit Suchterkrankungen und therapeutische Arbeit nach dem IntraActPlus-Konzept*.

„In der Freiberuflichkeit begleitet man die Eltern von Anfang an mit all ihren Fragen, Ängsten, Freuden und Unsicherheiten. Ich war eingeladen, in dieser besonderen Zeit daran teilzuhaben und wurde fast ein kleiner Teil der Familie. Dafür bin ich den Familien sehr dankbar. Natürlich wurde man in dieser sehr spannenden Zeit mit den vielfältigsten kleinen und großen Problemen konfrontiert. Betroffen waren besonders Eltern von sogenannten Schreibabys, Kindern mit Schlaf-, Fütter- und Entwicklungsstörungen sowie Störungen der emotionalen Verhaltensregulation wie Klammern, Trotzen oder Toben. Um Eltern und ihren Kindern helfen zu können, benötigt man spezielles Fachwissen und sehr viel Zeit, die im Rahmen der Hebammenbetreuung oftmals nicht aufgebracht werden kann. Deshalb bin ich glücklich, jetzt hier im Klinikum Niederlausitz als Beziehungstherapeutin arbeiten zu können, damit diese Betreuungslücke für diese Region geschlossen werden kann“, sagt Andrea Noack. „Ich möchte die Familien unterstützen und ihnen in ihrer Beziehung mit ihrem Kind Halt geben für Körper, Geist und Seele.“

Kontakt:
Klinikum Niederlausitz, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Andrea Noack
Friedensstraße 18, 01979 Lauchhammer
Telefon (03573 ) 75-2760, E-Mail: andrea.noack@klinikum-niederlausitz.de

 

*IntraActPlus-Konzept

Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter Therapie-und Interventionsansatz, der von Jansen und Streit auf der Basis von Ergebnissen der psychologischen Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig weiterentwickelt wird. Stärker als in der Verhaltenstherapie üblich, wird „Beziehung“ mit in die Arbeit einbezogen. Um Beziehungssignale, die meist im Bereich von Millisekunden gesendet und verarbeitet werden, zu erfassen, wurde als Besonderheit des IntraActPlus-Konzeptes die Videoarbeit perfektioniert. Das IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom Baby über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen ab. Der Prävention von seelischen Störungen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

 

 
 
2013-10-08_Halt geben für Körper, Seele, Geist

Bild: Beziehungstherapeutin Andrea Noack (Foto: Steffen Rasche)

 
 
 
 
 
 
 
 

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